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Intel zeigt lauffähigen CPU-Prototypen mit 48 Kernen

      Intel zeigt lauffähigen CPU-Prototypen mit 48 Kernen

      Im Braunschweiger Forschungslabor hat Intel zum ersten Mal einen Prozessor gezeigt, der 48 CPU-Kerne auf einem Chip vereint. Der Rock Creek wurde als Single-Chip Cloud Computer (SCC) vorgestellt.



      Intel gibt neue Einblicke in seine CPU-Forschungsaktivitäten. Bei Intel Braunschweig wurde ein Prototyp vorgestellt, der 48 CPU-Kerne auf einem Chip vereint. Rock Creek ist dabei nach dem Cloud Computing-Prinzip aufgebaut, weshalb Intel die 45nm-CPU auch Single-Chip Cloud Computer nennt.

      "Mit einem solchen Chip wird ein künftiges Cloud-Rechenzentrum um ein Vielfaches energieeffizienter arbeiten als heutige Rechenzentren sowie erheblich Platz und Energiekosten sparen", so Justin Rattner, Chef der Intel Labs und Chief Technology Officer bei Intel. "Ich gehe davon aus, dass diese fortschrittlichen Konzepte im Laufe der Zeit ihren Weg in die Mainstream-Geräte finden. In ähnlicher Weise sind zuvor fortschrittliche Automobil-Technologien wie elektronische Motorsteuerung, Airbags und ABS schließlich in alle Autos eingezogen."

      Die 48-Kern-CPU soll allerdings nicht direkt als Chip in die Massenfertigung sehen, sondern eher als Forschungschip an Entwickler oder Hochschulen dienen. Fernziel seit es, "hundert oder mehr Prozessorkerne auf einem Chip zu komprimieren". Interessant: Die 48 CPU-Kerne benötigen nur 25 Watt im Idle oder 125 Watt bei maximaler Auslastung. Insgesamt 1,3 Mrd. Transistoren sitzen auf der CPU, das Konzept soll eine Skalierbarkeit der Kerne wie bei Larrabee erlauben. Die Oberfläche des Chips ist 567 Quadratmillimeter groß.

      Intel verspricht, dass die Kerne einen effizienten Datentransfer ermöglichen. Ein "High-Speed-Netzwerk" mit 256 GByte/s Bandbreite soll zwischen den Kernen für den effizienten Austausch von Informationen und Daten sorgen. Die 48 Kerne sind dabei in 24 Kacheln aufgeteilt, vier Kacheln ergeben ein Segment. Vier DDR3-Speicherkanäle stehen zur Verfügung, bis zu 64 GByte RAM sind adressierbar.