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Gefälschte GTX 660 und GTX 650 im deutschen Handel: Vorsicht beim Kauf

      Gefälschte GTX 660 und GTX 650 im deutschen Handel: Vorsicht beim Kauf

      Die Kollegen von Heise berichten aktuell über gefälschte Grafikkarten des Typs Geforce GTX 660 sowie GTX 650, die sich im deutschen Einzelhandel befinden. Tatsächlich handelt es sich dabei um geflashte Modelle mit beschnittener GF106-GPU (Fermi), wie man sie beispielsweise bei der GT 440 OEM findet. Der Leistungsunterschied beträgt einige 100 Prozent.


      Gefälschte GTX 660 und GTX 650 im deutschen Handel: Vorsicht beim Kauf (im Bild: Original!) [Quelle: image20.it168.com]


      Wer eine Low-End-Grafikkarte aus dem Hause Nvidia erstehen möchte, für den kommt womöglich auch eine Geforce GTX 650 oder GTX 660 in Frage, sofern ein gutes Angebot vorliegt (ist dies nicht der Fall, dürfte eine GT 730 mit GK208 oder GTX 750 (TI) ohnehin interessanter sein). Dort ist aktuell hohe Vorsicht geboten, da sich einige Fälschungen in Umlauf befinden. Offenbar über den Großhändler Kosatec sind Grafikkarten mit den Modellbezeichnungen "GTX660 4096MB Nvidia Bulk" sowie "GTX650 4096MB Nvidia Bulk" in den deutschen Handel gelangt,
      die auch von weiteren Einzelhändlern und Onlineshops vertrieben werden.Heise hat eines der vermeintlichen GTX-660-Exemplare für stolze 164 Euro erworben und festgestellt, dass dort eine GF106-GPU auf dem PCB saß. Mit 144 Shadereinheiten und nur 17 GB/s langsamem DDR3-Videospeicher entspricht die erworbene Grafikkarte in der Realität beispielsweise einer GT 440 in der OEM-Version. Eigentlich müsste ein GK106 mit 960 ALUs sowie 144 GB/s schnellem GDDR5-Speicher zum Einsatz kommen. Mit den üblichen Auslese-Tools, wie GPU-Z, lässt sich der Betrug nur bedingt aufdecken: Das BIOS wurde geflasht, sodass sich die Grafikkarte als GTX 650/660 meldet. Lediglich ein Hersteller wird nicht mehr angegeben, sodass man hier stutzig werden
      sollte. Gewissheit gibt ein Benchmark-Durchlauf, Futuremark bietet zum Beispiel kostenlose Demo-Versionen seiner 3DMark-Benchmarks an.

      Wer die gefälschten Geforces nun tatsächlich in Umlauf gebracht hat, ist noch ungeklärt. Heise hat verschiedene Hersteller und Einzelhändler, die scheinbar in dieser Situation verwickelt sind, angeschrieben. Natürlich wird der schwarze Peter immer wieder weitergereicht, wohingegen sich Nvidia nicht dazu äußerte. Anhand der übermittelten Produktnummern dürfte man dort allerdings Recherchen im Hintergrund anstellen, wirklich kundenfreundlich ist dieses schweigsame Verhalten aber nicht. Betroffene Käufer sollten sich an den Vertreiber wenden und auf einen
      Austausch bestehen.


      Quelle: PC Games Hardware